Verein Hospizarbeit Springe e.V.
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Ein würdiges Leben bis zuletzt
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Hospizbüro



An der Bleiche 14 a

31832 Springe

 

Sprechzeiten
Dienstag 16-18 Uhr

 

Donnerstag 9-11 Uhr
und nach Vereinbarung

 

Tel.: 05041 649595 (AB)

info(at)hospizspringe.de

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Liebe Leserinnen und Leser,

herzlich willkommen auf unserer Seite des Hospizvereins.

 

Auch wenn Corona uns immer noch nicht loslässt, haben wir eine neue Form der Trauerwanderung gesucht und uns für einen Trauerspaziergang entschieden. Die Strecke ist kürzer als bei unseren Wanderangeboten und daher für einen größeren Kreis der Trauernden geeignet.

Am 03.09.22 war der erste Spaziergang im Volkspark Springe mit neun Teilnehmerinnen und einem Teilnehmer. Begleitet wurden wir auch von einem kleinen Hund, den eine Teilnehmerin mitbrachte. Eine Teilnehmerin kam mit ihrem Elektromobil und fuhr problemlos alle Wege mit.

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung von uns zwei ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen sind wir in kleinen Grüppchen, die sich immer wie von selbst entwickelten, gemütlich durch den Park spazieren gegangen. Wir Ehrenamtlichen haben verschiedene Punkte mit Sitzgelegenheiten angesteuert, um dort Texte vorzutragen, ein Lied von Jürgen Werth „Nun bist du fort“ vom Handy zu hören und unsere „Begleiter-Steine“ zu verteilen.

 

Baum der Anlehnung

 

In unserer Abschlussrunde haben wir durch die Teilnehmer positive Rückmeldungen erhalten und freuen uns schon auf die nächsten Begegnungen zum Trauerspaziergang an folgenden Terminen:

01.10.22 Kurpark Bad Münder, Treffen am Kurhaus

05.11.22 Sophienhöhe Springe, Parkplatz

Beide Trauerspaziergänge starten wieder um 14 h, die Treffpunkte werden kurzfristig über die Zeitung mitgeteilt bzw. bestätigt. Alle Termine finden Sie auch auf unserer Website. Es ist keine Anmeldung notwendig.

 

Aus unserem Team grüßen Petra Bock und Gaby Boron

Fortbildung  Aromapflege    am 12. März 2022 im Lutherheim

 

Im März hatten wir, dank der Unterstützung durch die Klosterkammer, die Möglichkeit an einer Fortbildung zum Thema Aromapflege teilzunehmen.

 

So fanden wir uns am 12.03. um 10 Uhr im Lutherheim in Springe in fröhlicher Runde zusammen. Endlich konnten wir uns wieder in größerer Zahl treffen und das Thema versprach etwas Angenehmes – Leichtes.

Bei Düften und Aromen hat jede/r eigene Vorlieben und so bekamen wir im Verlauf des Tages  die Möglichkeit verschiedene Substanzen und Düfte auszuprobieren.

Frau Sibylle Lück, Aromaexpertin, Praxisbegleiterin basale Stimulation und Gesprächsbegleiterin leitete das Seminar in angenehmer und interessanter Weise.

Während einer Fotopräsentation wurde uns ein Einblick in die Gewinnung von Aromastoffen vermittelt, wie aufwändig und oft mühevoll die Beschaffung der Rohmaterialien ist und wie arbeitsintensiv die Herstellung einzelner Düfte sein kann. Es gab einiges an Versuchs- und Anschauungsmaterial mit dem wir arbeiten und experimentieren durften. Einige Rezepturen und Anleitungen bekamen wir danach in schriftlicher Form mit.

Für unsere Begleitungen können die verschiedenen Duftöle eine großartige  Bereicherung sein. Denn oft werden durch Düfte Erinnerungen geweckt. Viele ältere Menschen verbinden den Duft von Vanille z. B. mit angenehmen Erinnerungen, wie etwa Backwaren aus der Kindheit. Oder wir lassen die Menschen berichten, welche Erinnerungen mit den verschiedenen Düften verknüpft werden und haben so gleich wieder ein tolles Gesprächsthema. Selbst bei dementen Personen kann man Reaktionen durch verschiedene Düfte erleben. Melisse z. B. ist ein Duft, der oft angenehm und beruhigend wirken kann.

Da Frau Lück selbst auch in der Hospizarbeit tätig ist, kamen während des Seminars viele Tipps für die verschiedenen Anwendungen so ganz nebenbei zur Sprache, die wir dankend aufgenommen haben. So wurde der Tag zu einem wirklich angenehmen und fröhlichem Ereignis, nicht zuletzt auch durch die gute Verpflegung im Lutherheim.

Es war eine sehr gelungene und fröhlich-lebhafte Fortbildung. Dank an unsere Koordinatorinnen für die Organisation.

 

Martina Werhahn

 

Liebe Lesende,

im September 2021 haben mein Mann und ich unsere Tochter in Modautal OT Neunkirchen besucht. Wir wollten gerne im Odenwald wandern und wurden dort auf den Wanderweg „Hirschpfad“ aufmerksam.

Es ist ein besonderer Wanderweg, der entstanden ist aus einer Zusammenarbeit des Vereins Neunkirchner Steine e.V. mit dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.

Der „Hirschpfad“ beginnt im Wohnort Neunkirchen und heißt so, weil der Weg aus der Vogelperspektive betrachtet wie ein Hirschgeweih aussieht. Es gibt viele kleine Richtungswechsel, die immer wieder andere Landschaftsausblicke bieten und er erstreckt sich über ca. 5,6 km.

Das Besondere auf diesem schönen Wanderweg ist aber etwas ganz Anderes. An verschiedenen Stationen findet man Steine mit Keramiktafeln. Die Texte bringen uns aus unterschiedlichen Perspektiven die großen Themen „Kommen und Gehen, Leben und Tod“ näher.

Weiterlesen: Hirschpfad im Odenwald

Bericht und Eindrücke vom Tagesseminar „Achtsame Sprache“ 

 

Am 21.05.2022 hatten wir Ehrenamtlichen die Möglichkeit, an einem Tagesseminar zum o.g. Seminar teilzunehmen. Unsere Kursleiterin war Irene Nüsse Zanoth . Anfang der 80er Jahre begleitete sie die erste Palliativ Projektphase und unterrichtet in ihren Seminaren nach dem Konzept der Gewaltfreien Kommunikation (GFK).

Dies ist ein in den frühen 60er Jahren entwickeltes Handlungskonzept von Marshall Rosenberg mit dem Ziel, menschliche Beziehungen so zu gestalten, dass die Betroffenen spontan und gerne zum gegenseitigen Wohlergehen beitragen. Es geht um wertschätzenden Umgang, Zuhören und mit anderen und sich selbst achtsam umzugehen. Man soll nicht zu einem bestimmten Handeln gezwungen werden, sondern durch Wertschätzung, Kooperation und kreative Lösungen zu einem bestimmten Handeln kommen.

In Gruppenarbeit und im Plenum lernten wir die vier Komponenten der GFK kennen:

-         Wertfreie Beobachtung äußern

-         Gefühle wahrnehmen und benennen

-         Bedürfnisse wahrnehmen und benennen, die hinter den Gefühlen stehen

-         Bitten, in denen wir unsere Wünsche äußern

Im Gegensatz zur GFK steht die lebensentfremdende Kommunikation.

-         Moralische Urteile durch Sprache und Haltung ausdrücken, bewerten und abstempeln

-         Vergleiche anstellen, dadurch Macht ausüben

-         Verantwortung leugnen, z.B. durch das Wort „müssen“ sich rechtfertigen

-         Forderungen aussprechen durch Kritik und Schuldzuweisungen.

So wurden wir an diesem Tag sehr strukturiert und einfühlsam begleitet, um eine Haltung zu entwickeln, die unserer Tätigkeit im hospizlichen  Bereich und für uns selbst dienlich ist. 

 

Barbara Hartmann